thailand-asiago.de

kambodscha-001

kombireisen

Kambodscha

Kambodscha grenzt an Thailand, Laos und Vietnam. Am Golf von Thailand gelegen, gehört das Land zu Südostasien, die Hauptstadt ist Phnom Penh und die Landessprache Khmer. Das Land ist im Zentrum eben, teilweise an den Rändern gebirgig, und der Mekong durchfließt es im Osten. Relativ wenig ist über Kambodscha bekannt, das Land gilt als sehr arm und während des 20. Jahrhunderts von Bürgerkriegen geschüttelt, bevor in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre die Diktatur der Roten Khmer einen wirtschaftlichen Aufschwung brachten.

kambodscha-khmer Negative Schlagzeilen gibt es immer wieder, vor allem hinsichtlich der bitteren Armut in weiten Teilen des Landes und in Bezug auf Kinderprostitution. Bis Ende der 1990er Jahre war das Land politisch instabil, und noch heute gilt es als eines der ärmsten Länder der Welt. Dennoch hat Kambodscha als Reiseland viel zu bieten, nicht zuletzt atemberaubende Natur und interessante Kultur. Der Massentourismus ist noch nicht angekommen, aber wirtschaftlich relevant ist der Tourismus mit Wachstumsraten um die 50 % durchaus.

Faszination Khmer in Kambodscha

Es ist vor allem die Kultur der Khmer, die Kambodscha so faszinierend macht. Geschätzte 85 % der Bevölkerung werden von dieser Ethnie gestellt, Randgruppen sind Chinesen, Laoten, Vietnamesen, Thais und Cham. Das Land ist hinsichtlich der Bevölkerung das homogenste in Asien. Religiös ist das Land ebenfalls recht homogen, die meisten Menschen gehören dem Theravada-Buddhismus an. Die so bekannte Tempelanlage Ankor Wat ist eine buddhistische Anlage der Khmer, also ganz typisch für das Land.

Minderheiten sind muslimisch, christlich, konfuzianistisch, taoistisch oder hängen dem Animismus an. Khmer heißt auch die Landessprache, daneben wird Vietnamesisch, Chinesisch, Cham und Französisch gesprochen. Bis 1953 war Kambodscha unter französischer Herrschaft, daher wurde die Sprache als erste Fremdsprache gelehrt und ist bis heute weit verbreitet. Allerdings wird sie langsam von Englisch abgelöst, was sich hinsichtlich des Tourismus als praktischer erwiesen hat.

Die Kultur hat ihre Wurzeln in der Antike. Architektur, Tanz und Literatur sind sehr stark indisch beeinflusst, und die Traditionen sind natürlich für Touristen interessant. Gefördert werden daher vor allem die Tempelanlagen, die Wat, allen voran Ankor Wat. Die Statuen der Anlagen sind von indischer Kunst geprägt, und so ist es auch die Ikonographie der Architektur. Profane Architektur ist kaum erhalten, da die einfachen Bauten in der Regel aus Holz errichtet wurden.

Die Theaterkunst des Landes ist ebenfalls von indischen Epen geprägt, und wie in anderen asiatischen Ländern findet Theater als Sprech- und Singtheater unterteilt in Frauen- und Männertheater statt. Daneben spielt der Tanz eine wichtige Rolle. Getanzt wird, um König und Volk Segen zu bringen. Die tänzerischen Traditionen der Khmer zeigen profane Themen, getanzt wird von Frauen. Männer werden meist durch die Kostümierung dargestellt - es handelt sich um eine Art des Tanztheaters. Neben den Wat sind die Tänze Touristenattraktionen.

Kambodscha: kulinarisch gemischt

Kambodscha hat eine eigene Esskultur, aber die Einflüsse aus China, Vietnam, Malaysia, Frankreich, Thailand und Laos sind nicht zu leugnen. Man kocht nicht scharf, aber würzt mit Zitronengras und Koriander. Traditionell werden die Gerichte im Wok auf einem Holzkohleofen zubereitet, allerdings setzen sich langsam Gaskocher durch. Grundnahrungsmittel ist, wie fast überall in Asien, weißer Reis. Dazu werden süß-saure Gerichte mit Fisch, Huhn oder Gemüse serviert, die mit Zwiebeln und Ananas angereichert sind.

Die typisch asiatischen Currys sind nur leicht scharf und bestehen meist aus Rindfleisch. Fisch wird sehr vielseitig zubereitet, gebraten, gegrillt, gedämpft oder gepökelt. Landeseigene Spezialitäten sind beispielsweise Fleischbällchen, die in einer Art Fondue gereicht werden, oder Huhn mit Zucker und Gewürzen. Regional in Kambodscha werden auch exotischere Dinge wie Vogelspinnen und Wasserwanzen verspeist, und in den etwas kostspieligeren Restaurants findet man Eidechsen, Schlangen und Schildkröten, Ameiseneier und anderes auf der Speisekarte.

Zu trinken gibt es traditionell in Kambodscha grünen Tee, der stark gezuckert wird. Roter Tee mit Zucker und Zitronensaft wird ebenso getrunken wie Kaffee, normalerweise schwarz oder mit viel Kondensmilch gemischt. Fruchtsäfte fallen anders aus, als sie in Deutschland bekannt sind: In Kambodscha werden sie aus Zuckerrohr oder Kokosnuss hergestellt, auch Sojabohnenmilch wird getrunken.