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Karen Bergvölker in Thailand

Völker in Nordthailand an der Grenze zu Myanmar

Die Karen Bergvölker leben in Thailand hauptsächlich entlang der thailändischen Grenze zu Myanmar. Diese in Nordthailand ansässigen Karen-Bergvölker dürften vor hunderten von Jahren aus Myanmar nach Thailand abgewandert sein. Die Karen-Bergvölker kommen in ihrer ursprünglichen Heimat, Myanmar, immer wieder in Konflikte mit der Regierung, da sie für einen unabhängigen Karen Staat plädieren. Diese Bergvölker leben sehr unabhängig und beinahe abgeschieden von der restlichen Bevölkerung.

Traditionen der Karen

bergvoelker-karenDie Bergvölker der Karen haben sowohl ihre eigene Sprache, als auch ihre eigene Schrift. Und auch ihre Religion ist sehr speziell und besonders. Grundsätzlich sind die Karen Animisten, die an die verschiedensten Geister glauben. Eine Vielzahl der Karen wurde aber durch Missionare zum christlichen Glauben bekehrt. Meist sind die älteren Karen, welche lesen und schreiben können, Christen. Eine gewisse Anzahl der Karen ist natürlich auch buddhistisch.

Doch diese Religionen haben sich bei den Karen zu einem großen Ganzen verschmolzen, sodass bei diesen Bergvölkern ein animistisch-christliches Buddhistentum praktiziert wird. Bei der Bekleidung sind die Karen sehr traditionell. Junge, unverheiratete Mädchen und Frauen tragen beinahe immer weiße, lange Hemdblusen. Verheiratete Karen Frauen tragen ihre selbstgewebten Blusen, Hemden und Röcke in den Farben blau, rot oder schwarz. Bestimmte Muster und Stickungen geben ebenfalls Information über ihren Status. Ein besonders schönes Souvenir aus Nordthailand sind diese mühevoll gewebten und bestickten Stoffe und Kleidungsstücke.

Die Karen leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Reis, Gemüse und Viehzucht sind ihre Haupteinnahmequelle, aber auch Elefanten werden gezüchtet und gehalten, die vorwiegend als Arbeitstiere im mühsamen Holzabbau verwendet werden. Natürlich ist auch der Tourismus mittlerweile eine Einnahmequelle der Karen. Gerne werden hier Gäste empfangen und Handwerkserzeugnisse wie Schnitzereien, Schalen, Gefäße, Musikinstrumente aber auch Stoffe und Bekleidung verkauft. Auch für Fotos sollte man als Reisegast die Karen entlohnen. Dieser kleine Betrag soll ihnen das Gefühl geben, nicht wie Tiere im Zoo abfotografiert zu werden.

Die Karen Bergvölker sind sehr zurückhaltend, aber extrem gastfreundlich. Nicht selten kommt es vor, dass Urlauber während ihrer Trekking-Tour durch Nordthailand bei den Karen zu einer Stärkung eingeladen werden. Die sprachliche Barriere stellt dabei kein Hindernis dar. Die Karen leben in Nordthailand überwiegend in Pfahlbauten aus Bambus, wo sie Schutz vor Tieren finden. Vor dem Haus befindet sich immer eine, meist überdachte Veranda, auf der sich das tägliche Leben abspielt. Unter und hinter den Häusern leben Hühner, Enten, Wachteln, aber auch Rinder, Büffel oder Schweine.

Die Padaung, die Langhalsfrauen von Mae Hong Son

Ein Aufenthalt in Hong Son ist absolut empfehlenswert. Nirgendwo in Thailand ist die Natur schöner, üppiger und ursprünglicher als hier an der Grenze zu Myanmar. Zauberhafte Tempelanlagen, glitzernde Bergseen, Hügel und eine Aussicht über blühende Felder schenken dem Reisenden in Mae Hong Son ein unvergessliches Erlebnis. Gut 25 Kilometer von Mae Hong Son entfernt liegt das Dorf Baan Nai Soi. Hier leben die Padaung.

Die Padaung Frauen sind wohl die am häufigsten fotografierten Personen in Nordthailand. Schon ab ihrem 5. Lebensjahr werden den Mädchen der Padaung Ringe aus Kupfer oder Gold um den Hals gelegt. Von Jahr zu Jahr kommen immer mehr und mehr Reifen hinzu, und so werden sie zu den berühmten Langhalsfrauen. Der Schmuck der Langhalsfrauen gilt als Statussymbol. Er steht für Reichtum, Glück und Schönheit der Langhalsfrauen, auch wenn dies natürlich gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Ein weiteres Dorf der Padaung Langhalsfrauen ist nur wenige Kilometer südlich von Mae Hong Son gelegen. Das Dorf Huay Pu Keng liegt direkt am Pai Fluss und ein Ausflug dorthin ist am besten mit einer Bootsfahrt zu kombinieren.

Wunderbares Nordthailand, Erlebnisurlaub in Thailand der anderen Art

Eine Rundreise oder Trekking-Tour durch den abenteuerlichen Norden Thailands hat nichts mit einem gewöhnlichen Badeurlaub gemeinsam. Hier erlebt man Natur pur, spürt hautnah die Geschichte und die Kultur der Region und man wird verzaubert von versteckten Tempelanlagen, freundlichen Bergvölkern und genießt außerdem auch die kulinarischen Besonderheiten dieser Region. Allen, die Thailand abseits der üblichen Touristenpfade entdecken und erleben wollen, ist zu einer Tour durch Nordthailand, entlang der Grenze zu Myanmar zu den Karen zu raten. Die Erlebnisse und Eindrücke werden überwältigend und garantiert unvergesslich und atemberaubend sein.

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