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Das Volk der Khmer

Tempel und Tempelstädte der Khmer wie z. B. Angkor Wat die zu den größten der Welt zählen.

Der größte Teil der Bevölkerung Kambodschas gehört dieser Ethnie an, und die Kultur des Landes ist heute fast synonym mit den Khmer. Das Volk baute die größten historischen Anlagen des Landes, und der Landesname Kambodscha geht auf das Khmer-Königreich Kambuja zurück.

Es war dieses Volk, das dem Land im Süden Chinas zwischen dem 9. und dem 15. Jahrhundert eine kulturelle und wirtschaftliche Blüte bescherte, und das die Landessprache und die Schrift Kambodschas stellt. Aber nur wenig ist bekannt von den ursprünglichen Einwohnern des heute so armen Landes, die sich im Laufe der Jahrhunderte mit den Angehörigen der unterworfenen Völker und Zugewanderten vermischt haben.

Rote Rebellen

moenche-angkor-wat-kambodscha Bekannt ist die Organisation der Roten Khmer, die 1975 die Macht in Kambodscha übernahmen. Die Gruppe hatte ihre Wurzeln in der Kommunistischen Partei Kambodschas und wollte die Gesellschaft gewaltsam in den Agrarkommunismus überführen.

Die maoistisch-nationalistische Guerilla-Bewegung vertrieb fast vollständig die Bevölkerung aus der Hauptstadt Phnom Penh und war bis zum Ende ihrer Herrschaft für den Mord an 1,7 bis 2,2 Millionen Kambodschanern (die Schätzungen schwanken, genaue Zahlen gibt es nicht) verantwortlich.

Die Lage in Kambodscha war schwierig, denn die westlichen Staaten konnten einerseits nicht die Guerilla-Regierung anerkennen, andererseits wollten sie die nach der Befreiung herrschende vietnamesische Besatzung 1978 auch nicht anerkennen - also blieb formell im Westen die Spitze der ursprünglich kommunistischen Splittergruppe an der Macht.

Schreckliche Berühmtheit erlangten neben den Massenmorden der Khmer-Guerilla die von ihnen eingesetzten Kindersoldaten. Vermutlich wurden sie von westlichen Waffenlieferungen gegen die vietnamesische Invasion unterstützt. Vermutlich sind die Guerilla immer noch im Untergrund aktiv, allerdings stellt sie für Kambodscha derzeit keine Gefahr dar. Heute ist Kambodscha ein parlamentarische Monarchie unter der Herrschaft von König Norodom Sihamoni.

angkor-wat Zu den kulturellen Schätzen der Khmer gehören Schriftstücke, die mehrere Jahrhunderte alt sind und in der eigenen Sprache verfasst wurden. Die Schrift dieser Sprache leitet sich von indischen Schriften ab und besteht aus 33 Konsonanten, 24 Vokalen und - das ist für Europäer besonders ungewohnt - 14 Initialvokalen.

Die ältesten erhaltenen Dokumente in dieser Schrift stammen aus dem 6. oder 7. Jahrhundert und bestehen aus Inschriften, die an religiöser Architektur angebracht sind.

Und das ist das kulturelle Erbe der Khmer, das dieses Volk und das Land Kambodscha bis heute faszinierend macht: Die religiöse Architektur, die Wats und Paläste, ist zwar indisch beeinflusst, stellt aber doch eine ganz eigene Tradition dar.

Die meisten Bauwerke sind im Gebiet Angkor erhalten und werden, da sie sich dank der politischen Lage in Kambodscha während des 20. Jahrhunderts und des tropischen Klimas in keinem guten Zustand befinden, langsam restauriert. Skulpturen, Theater, Tanz und Musik sind, wie die Architektur und die ältesten Schriftzeugnisse, an die Religion der Khmer gebunden.

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