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Worum handelte es sich bei dem Tiger-Tempel?

Um den berühmt berüchtigten Tiger Tempel in Kanchanaburi Thailand herrschte zu Jahresbeginn 2018 erneut viel Aufregung. Auslöser war die Verlautbarung, dass diese mehr als bedenkliche Attraktion erneut vor der Eröffnung stehe. Bis Sommer des Jahres hat sich jedoch nichts in diese Richtung getan und nicht nur Tierschützer hoffen, dass der Tiger-Tempel Thailand endgültig im Erdboden verschwindet. Auch wenn es zu einer erneuten Eröffnung unter dem Namen Tiger Zoo, Streichelzoo oder ähnlichem kommt gilt es, die Bevölkerung auf die Missstände eines solchen Zoos aufmerksam zu machen. Die Überlegungen für eine Neueröffnung führten dahin, den Tierpark auf dem Gelände neben des Tempels zu errichten. Eine kleine Veränderung der Lage aber machen keinen Unterschied und niemand sollte vergessen, unter welch grauenhaften Umständen diese Tiger ihr Leben verbracht hatten.

tigertempelDer Tigertempel in Kanchanaburi entstand aus einer guten Tat der Mönche heraus. Ein verwaistes Tigerbaby wurde aufgenommen und groß gezogen. Es folgten immer mehr Tigerbabies, die von der Bevölkerung gefunden und abgegeben wurden und das Unglück nahm seinen Lauf. Da es die thailändische Kultur nicht vorsieht, Tier kastrieren zu lassen, kam es natürlich zu einer enormen Vermehrung der Tiger. Die Mönche des Tempels waren auch niemals auf eine Flut von Tigern vorbereitet und die Tiere hausten in kleinen Käfigen. Immer wieder aber wurden die Tiger auch frei gelassen oder gingen mit den Mönchen an der Leine spazieren. Viele der Tiger, die von ihren ersten Lebenstagen mit den Mönchen lebten wurden natürlich immens zutraulich. Dies war auch der Punkt, an dem wahrscheinlich die wahnsinnige Geschäftsidee entstand.

Die zahmen Tiger, die angeblich rein durch enge Bindung und Meditation zahm geworden waren, sollten der breiten Masse zugänglich gemacht werden. Natürlich mit dem Hintergedanken, durch die Einnahmen den Unterhalt der Tiere zu finanzieren. Verständlicherweise überstiegen die Haltungskosten rasch die Möglichkeiten der Mönche, denn nicht nur Tiger, auch sämtliche andere unerwünschte oder verwaiste Tiere wurden mittlerweile im Tempel abgegeben und auf natürliche Weise entstand ein bunter Zoo.

Dass Tiger jedoch niemals so zahm werden, um sich mit lärmenden Touristen fotografieren zu lassen, sollte jedem klar sein. Dafür mussten die Tiger stets unter Drogen, im häufigsten Fall unter Valium, gesetzt werden. Wer sich schon einmal mit einem Tigerbaby fotografieren ließ weiß, dass man dabei das Tier stets mit Milch aus einer Flasche fütter. Und genau diese Milch ist mit Valium versetzt. Selbst niedliche Tigerbabies besitzen eine enorme Kraft und können beißen und kratzen. Wie viel mehr man zur Ruhigstellung eines ausgewachsenen Tiger benötigt, sollte jedem klar sein.

Diese Anschuldigungen wurden stets von der Hand gewiesen. Nicht mehr verstecken konnte der Tempel jedoch den Fund zahlreicher toter Tiere und Hörner. Schnell wurde bekannt, dass es sich hier mitunter auch um illegalen Tierhandel und den Verkauf von Fellen und Horn anderer Wildtiere handelte. Ob der Zoo nun jemals wieder eröffnet wird oder nicht, jeder sollte die Hintergründe kennen und sich immer bewusst sein, dass sich wilde Tiger niemals streicheln lassen, nur weil sie zuvor mit den Mönchen meditiert hatten. Ein Besuch lässt sich dadurch mit dem Gewissen kaum vereinbaren. Zudem kann es auch jederzeit zu Unfällen mit den wilden Tieren kommen. Wer weiß schon genau, wie exakt die Dosierung der Drogen vorgenommen wurde? In Thailand gibt es unzählige tolle Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und auch Sanctuaries, in welchen Tiere artgerecht und verantwortungsvoll gehalten werden. Daher sollte man sich einfach den Besuch des Tiger-Tempels sparen.

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